The Castellows: Drei Engel für Southern Gothic

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    The Castellows bezeichnen ihren eigenen Sound als Southern Gothic – und begeistern so die Country-Welt. Foto: Ben Humphrey
    The Castellows bezeichnen ihren eigenen Sound als Southern Gothic – und begeistern so die Country-Welt. Foto: Ben Humphrey

    Drei Stimmen, jede Menge Southern Charm und eine Familiengeschichte, die fast schon filmreif ist: The Castellows gehören zu den spannendsten Newcomerinnen der modernen Country-Szene. Doch hinter der Musik von Ellie, Lily und Powell steckt mehr als nur cuter, instagrammable Cowgirl-Style und Songs, die sich ins Gedächtnis brennen …

    Zwischen Georgia, Bluegrass und Nashville
    Cowboyboots, dreistimmige Harmonien und Songs mit ganz viel Gefühl: The Castellows verbinden traditionellen Country mit Bluegrass, Americana und einer Prise Southern Rock. Das Trio besteht aus den Schwestern Ellie, Lily und Powell Balkcom, die im ländlichen Georgetown im US-Bundesstaat Georgia aufgewachsen sind.

    Dabei bringt jede Schwester ihre eigenen Stärken mit: Ellie spielt Gitarre, Powell Banjo, und Lily übernimmt häufig den Leadgesang. Was sie besonders macht, sind ihre harmonischen Stimmen, die nicht erst im Studio zusammengefunden haben. Die drei musizierten schon als Kinder gemeinsam, sangen in der Kirche und machten Musik bei Familienfeiern. Aus einer gemeinsamen Leidenschaft wurde schließlich ein ernsthafter Karriereweg.

    The Castellows – eine Drillingsgeschichte mit Überraschung
    Moment mal – sind The Castellows eigentlich Drillinge? Nicht ganz! Ellie und Powell sind tatsächlich Zwillinge aus einem Drillingsgespann. Ihr Bruder Henry gehört ebenfalls dazu. Lily ist ihre jüngere Schwester und kam etwa anderthalb Jahre später zur Welt. Das Trio besteht also aus zwei Drillingsschwestern und ihrer kleinen Schwester – eine ziemlich süße Familienkonstellation für eine Band!

     

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    Apropos: Der Bandname The Castellows hat familiäre Wurzeln. Er geht auf den Mädchennamen ihrer Urgroßmutter zurück und ist damit eine liebevolle Hommage an ihre Familiengeschichte. Statt sich einen möglichst coolen Künstlernamen auszudenken, tragen die Schwestern also ein Stück ihrer Herkunft auf die Bühne. Country mit Herz und Geschichte? Lieben wir!

    Diese Songs gehören auf die Country-Playlist
    Wer The Castellows kennenlernen möchte, sollte mit „Hurricane“ starten. Ihre Interpretation des Songs von Levon Helm zeigt, wie eindrucksvoll die drei Stimmen miteinander verschmelzen. Auch „No. 7 Road“ ist ein wichtiger Titel, in dem die Verbundenheit zu ihrer Heimat und ihren Erinnerungen spürbar wird.

     

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    Etwas romantischer wird es mit „Cowboy Kind of Love“, während „Girl That Boy“ die melancholische Seite des Trios zeigt. Mit „Sober Sundays“ und „Miss America“ beweisen die Schwestern ebenfalls, dass sie ihren ganz eigenen musikalischen Charakter entwickeln.

    Ihre EP „A Little Goes A Long Way“ aus dem Jahr 2024 war ein wichtiger Schritt, um sich mit eigenen Songs zu positionieren. 2025 folgte „Homecoming“, auf der die drei ihre persönlichen Geschichten und musikalischen Wurzeln weiter in den Mittelpunkt rückten. Wer Country mag, der nicht nur nach Nashville-Mainstream klingt, sondern auch ein bisschen Bluegrass-Seele besitzt, sollte unbedingt reinhören. Die Band selbst beschreibt ihren Stil übrigens unter anderem als „Southern Gothic“.

    Sind The Castellows die neuen The Chicks? Talent und Charme haben die drei Schwestern auf jeden Fall! Foto: Ben Christensen
    Sind The Castellows die neuen The Chicks? Talent und Charme haben die drei Schwestern auf jeden Fall! Foto: Ben Christensen

    Sind The Castellows die nächsten The Chicks?
    Drei Frauen, mehrstimmiger Gesang und ein moderner Blick auf traditionelle Country-Musik: Der Vergleich mit The Chicks liegt durchaus nahe. Beide Acts zeigen, wie viel Kraft in weiblichen Stimmen und harmonischem Zusammenspiel steckt.

    Trotzdem gehen The Castellows ihren eigenen Weg. Ihr Sound ist stark von Bluegrass und Americana geprägt, ihre Texte erzählen von Familie, Heimat und persönlichen Erfahrungen. Während The Chicks längst Musikgeschichte geschrieben haben, stehen Ellie, Lily und Powell noch am Anfang ihrer Karriere. Als aufstrebendes Trio mit eigener Handschrift sind sie aber definitiv einen genaueren Blick wert.

    Und unbekannt sind sie längst nicht mehr: 2023 unterschrieben sie einen Plattenvertrag bei Warner Music Nashville und Warner Records. Sie standen bereits mit Acts wie Little Big Town, Sugarland und Thomas Rhett auf der Bühne und konnten sich damit auch über ihre ursprüngliche Fangemeinde hinaus einen Namen machen. Noch keine Country-Megastars – aber definitiv mehr als ein Geheimtipp.